Sicherheit

Das Integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz gliedert die automobile Sicherheit in vier Phasen:

Kaum ein Gebiet spornt die Ingenieure von Mercedes-Benz so sehr zu Höchstleistungen an wie die Erforschung neuer Sicherheitstechnologien. Bereits in den 50er-Jahren legten sie den ersten Meilenstein für herausragenden Schutz - mit der Sicherheitsfahrgastzelle, einer Erfindung von Béla Barényi. Heute ist sie nur einer von vielen Bestandteilen des Integralen Sicherheitskonzeptes, das die Fahrzeuge von Mercedes-Benz der Vision vom unfallfreien Fahren näherbringt.

Die Verfügbarkeit einer Ausstattung ist abhängig von der Motorisierung und der gewählten Konfiguration. Diese Angaben finden Sie in den jeweiligen Ausstattungsinformationen.

Phase 1: Sicher fahren.

Die meisten Unfälle beginnen lange vor einem Aufprall: mit einer Unaufmerksamkeit, schlechter Sicht oder einer unvorhergesehenen Gefahr. Für eine sichere Fahrt unterstützt Sie das Mercedes-Benz Sicherheitskonzept daher mit vielfältigen Maßnahmen, die im Alltag zu einer entspannten Fahrt beitragen und dabei helfen, kritische Fahrsituationen zu meistern.

3-stufiges Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP®

Dieses System bietet gleichermaßen Sicherheit und Fahrspaß. Über die ESP® Taste kann der Fahrer zwischen drei individuellen Regelstrategien wählen: „ESP® ON“ für hohe Sicherheit, „ESP® SPORT HANDLING MODE“ für eine sportlichere Fahrweise und „ESP® OFF“ für das Fahren auf abgesperrten Kursen.
Nur erhältlich für Mercedes-AMG SL 63 und Mercedes-AMG SL 65.

ADAPTIVE BRAKE

Das Bremssystem ADAPTIVE BRAKE steigert Fahrkomfort und Sicherheit. Einerseits hilft es mit der Grundfunktion Anti-Blockier-System (ABS), kritische Bremsmanöver sicherer zu meistern, andererseits unterstützt es den Fahrer durch Komfortfunktionen im Alltag, wie zum Beispiel mit der Berganfahrhilfe.

Die Berganfahrhilfe verhindert bei einem Gefälle das Zurückrollen des Fahrzeugs während des Wechsels vom Bremspedal zum Fahrpedal. Die Funktion „Vorfüllen“ sorgt dafür, dass die Bremsbeläge bereits an die Bremsscheiben angelegt werden, sobald der Fahrer schnell mit dem Fuß vom Fahrpedal geht. Der dadurch erzielte Zeitgewinn kann den Bremsweg verkürzen.
Bei Nässe entfernt die Funktion „Trockenbremsen“ automatisch den Wasserfilm auf den Bremsscheiben, um die Ansprechzeit der Bremse zu verringern. Die HOLD-Funktion ermöglicht es, das Fahrzeug im Stillstand zu halten, ohne ständig das Bremspedal zu betätigen.

Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus

Dauerhaft weiter sehen: Dieses System ermöglicht es, permanent mit eingeschaltetem Fernlicht zu fahren, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Dem Fahrer steht so immer die bestmögliche Leuchtweite der Scheinwerfer zur Verfügung. Die Funktion ist aktiv ab 30 km/h auf Straßen ohne Straßenbeleuchtung.

Über eine hinter der Frontscheibe platzierte Kamera erkennt der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus andere beleuchtete Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge, und passt die Scheinwerfer selbstständig an die neue Verkehrssituation an. Eine Mechanik im Scheinwerfermodul blendet den Bereich im Lichtkegel der LED-Scheinwerfer aus, in dem sich andere Fahrzeuge befinden, sodass deren Fahrer nicht geblendet werden.

Adaptives Bremslicht

Das blinkende Bremslicht kann bei einer Notbremsung dazu beitragen, die Reaktionszeit des nachfolgenden Verkehrsteilnehmers deutlich zu verkürzen. Das Adaptive Bremslicht in LED-Technik leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Auffahrunfällen.

ATTENTION ASSIST

Der Aufmerksamkeits-Assistent ATTENTION ASSIST kann insbesondere auf langen Strecken und bei Nachtfahrten die Fahrsicherheit erhöhen. Das System kann aufgrund des Lenkverhaltens des Fahrers typische Anzeichen von Ermüdung und starker Unaufmerksamkeit erkennen und warnt ihn visuell und akustisch vor drohendem Sekundenschlaf.

Der ATTENTION ASSIST ist bei einer Geschwindigkeit von 60 bis 200 km/h aktiv und lässt sich im Kombiinstrument über das Menü „Assistenz“ in seiner Empfindlichkeit einstellen und auch ausschalten.

Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP®

In fahrdynamisch kritischen Situationen kann das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® einem Schleudern des Fahrzeugs entgegenwirken. Durch gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern verringert ESP® Tendenzen zum Über- oder Untersteuern und erhöht so die Fahrsicherheit.
Nur erhältlich für SL 400 und SL 500.

ESP® Kurvendynamik-Assistent

Insbesondere beim Beschleunigen in Kurven sorgt das auf ESP® basierende System für erhöhte Agilität beim Lenken. Wenn die ESP® Sensoren eine Untersteuerungstendenz registrieren, kann diese durch einen gezielten Bremseingriff auf der kurveninneren Fahrzeugseite verringert werden.

Fahrassistenz-Paket Plus (optional)

Eingreifen, wenn es nötig ist. Sich zurückhalten, wenn es möglich ist. Diese Kombination sich ergänzender Sicherheits- und Assistenz-Systeme trägt dazu bei, den Fahrer zu entlasten, Unfallrisiken zu senken und den Schutz der Insassen sowie weiterer Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Der Abstands-Pilot DISTRONIC PLUS mit Lenk-Pilot unterstützt den Fahrer dabei, einen sicheren Abstand zum Vordermann zu halten und in der Mitte der Spur zu bleiben. Das System bietet damit vor allem auf langen Strecken und beim Staufolgefahren hohen Entlastungskomfort.

Der Aktive Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion kann das Risiko von Auffahr- und Kreuzungsunfällen verringern und den Fahrer bei einer Gefahrenbremsung durch zusätzlichen Bremsdruck unterstützen. Er kann ausserdem den Fahrer bei erkannter Kollisionsgefahr mit einem Fahrzeug oder Fußgänger warnen und bei ausbleibender Reaktion die Geschwindigkeit autonom reduzieren - bis hin zur Vollbremsung.

Der Aktive Spurhalte-Assistent und der Aktive Totwinkel-Assistent bieten Unterstützung, wenn das Fahrzeug unbeabsichtigt die Fahrspur verlässt oder beim Spurwechsel Kollisionsgefahr mit anderen Fahrzeugen besteht. Durch einseitige Bremseingriffe können die beiden Assistenz-Systeme darauf hinwirken, das Fahrzeug zurück in die Spur zu führen beziehungsweise einen Unfall abzuwenden.

PRE-SAFE® PLUS schließlich erweitert das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® System um Schutzmaßnahmen bei einem drohenden Heckaufprall.

Rückfahrkamera (optional)

Rückwärts einzuparken und zu rangieren wird mit der Rückfahrkamera deutlich einfacher und sicherer. Sie schaltet sich automatisch beim Einlegen des Rückwärtsgangs ein und zeigt dem Fahrer auf dem Display der Headunit die Umgebung hinter dem Fahrzeug mit dynamischen Hilfslinien.

Erkennt das System bewegte oder unbewegte Objekte, werden diese im Bild mit Balken markiert. Beim Rückwärtsausparken, beispielsweise aus einer Hauseinfahrt, kann auf eine Weitwinkelansicht von 180° gewechselt werden, um sich nähernde Fußgänger oder Fahrzeuge früher zu erkennen.

Verkehrszeichen-Assistent

Alltag und Straßenverkehr sind stressig genug. Da kommt dieser Assistent genau richtig, denn über ein Kamerasystem kann das Fahrzeug die erlaubte Geschwindigkeit erkennen und darauf hinweisen. Was besonders bei monotonen und langen Fahrten hilft.

Das System kann Geschwindigkeitsbegrenzungen, Einfahr- und Überholverbote sowie deren Aufhebung erkennen und dem Fahrer anzeigen. Bei verkehrswidrigem Einfahren in eine Straße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung erfolgt bei entsprechender Beschilderung eine optische und akustische Warnung.
Für SL 400 nur erhältlich in Verbindung mit COMAND Online.

Phase 2: Bei Gefahr.

Mercedes-Benz steht für automobile Sicherheit. Deswegen können unsere Fahrzeuge ihre Passagiere auch in kritischen Fahrsituationen unterstützen, damit möglichst jede Fahrt eine gute ist.

Aktiver Brems-Assistent

Das System warnt den Fahrer visuell bei zu geringem Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug. Bei erkannter Kollisionsgefahr erfolgt eine akustische Warnung, es kann die Bremsung situationsgerecht unterstützen und bei ausbleibender Reaktion die Geschwindigkeit autonom reduziert werden.

PRE-SAFE® System mit reversiblen Gurtstraffern für Fahrer- und Beifahrersitz, Schließfunktion für Seitenscheiben

In jedem Fahrzeug von Mercedes-Benz steckt jahrzehntelange Erfahrung in Sachen Sicherheitstechnik – damit kritische Situationen immer unwahrscheinlicher werden. Sollte es trotzdem einmal eng werden, steht Ihnen dieses System mit präventiven und protektiven Maßnahmen zur Seite.

Das System kann kritische Fahrsituationen bereits im Vorfeld erkennen und bei drohender Unfallgefahr vorbeugende Maßnahmen zum Insassenschutz einleiten. Dazu gehören zum Beispiel die reversible Gurtstraffung oder die automatische Schließung der geöffneten Seitenscheiben.

Phase 3: Bei einem Unfall.

Automobile von Mercedes-Benz verfügen über zahlreiche Sicherheitssysteme, um Unfälle zu vermeiden. Passiert doch einmal etwas, können umfangreiche Schutzmaßnahmen in Kraft treten. Dazu gehören der Insassenschutz sowie der Unfall-Partnerschutz.

Airbags für Fahrer und Beifahrer

In unseren Fahrzeugen steckt eine Menge Sicherheitstechnik. Manche werden Sie nie zu Gesicht bekommen. Und das ist auch gut so, denn sie ist nur für den Fall der Fälle da. Für Ihren Schutz und den Ihrer Mitfahrer.

Bei einem schweren Frontalaufprall können die Airbags dazu beitragen, Kopf und Oberkörper von Fahrer und Beifahrer zu schützen. Zusätzlich können sie den gesamten Körper stabilisieren. So kann das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Unfall verringert werden. Die Auslösung erfolgt angepasst an die Aufprallschwere.

Aktive Motorhaube

Wenn ein Fußgänger oder Radfahrer frontal mit dem Fahrzeug kollidiert, kann die Motorhaube angehoben werden. Durch den vergrößerten Abstand zu den Aggregaten im Motorraum entsteht ein zusätzlicher Verformungsraum, um einen Aufprall früher abzufangen und so das Verletzungsrisiko zu reduzieren.

Headbags in den Türen

Bei einer schweren seitlichen Kollision können die Headbags den Bereich der Seitenscheiben abdecken und so das Risiko eines Kopfaufpralls auf die Seitenfläche des Fahrzeugs oder auf eindringende Gegenstände reduzieren. Dabei werden Fahrer und Beifahrer geschützt.

Sidebags in den Sitzen

Bei einem Seitenaufprall können die Sidebags dazu beitragen, den Oberkörperbereich von Fahrer und Beifahrer zu schützen. Zusätzlich stabilisieren sie den ganzen Körper. So kann das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Unfall verringert werden.

Überrollbügel für Fahrer und Beifahrer, automatisch aufstellend

Im Falle eines Überschlags werden Fahrer und Beifahrer durch zwei Überrollbügel wirkungsvoll geschützt. Diese sind in der Heckraumverkleidung versenkt und können in Sekundenbruchteilen ausgefahren werden, sobald die Crashsensoren der Airbagsteuerung eine Unfallgefahr erkennen.

Phase 4: Nach einem Unfall.

Um nach einem Unfall Folgeschäden zu reduzieren und die Rettung der Insassen zu unterstützen, können je nach vom System registrierter Unfallart und -schwere verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Auffällige Beleuchtung: Die Warnblinkanlage und die Notinnenbeleuchtung können automatisch aktiviert werden, um Folgeunfälle zu vermeiden und das Auffinden eines Unfallfahrzeugs zu erleichtern.

  • Automatische Entlüftung: Im Falle einer Airbagauslösung werden die Scheiben automatisch abgesenkt.

  • Bestmöglicher Schutz: Der Motor kann automatisch abgeschaltet und die Kraftstoffzufuhr unterbrochen werden.

  • Bessere Rettungsmöglichkeiten: Zwischen Kotflügel und Tür sind Crashfugen integriert, die das Öffnen der Türen nach einem Frontalaufprall erleichtern.

  • Einfache Öffnung: Die Türen können nach einem Unfall automatisch entriegelt werden, die Öffnung durch Insassen oder Helfer wird dadurch vereinfacht.

  • Helfende Verbindung: Im Fall eines Unfalls oder einer Panne kann über das Mercedes-Benz Notrufsystem (in Verbindung mit einem verbundenen Mobiltelefon) automatisch Kontakt zu einer Notrufzentrale aufgenommen werden.

  • Nach einem Unfall zählt jede Sekunde bei der Rettung der Insassen. Daher hat Daimler mit einer kleinen, aber effektiven Innovation eine Möglichkeit gefunden, Rettungskräften am Unfallort schnell fahrzeugspezifische Konstruktionsdetails zur Verfügung zu stellen. Die QR-Code-Aufkleber werden im Tankdeckel und an der gegenüberliegenden B-Säule in den Fahrzeugen angebracht. Sie lassen sich einfach nachrüsten und werden bei allen Neufahrzeugen serienmäßig angebracht. Im Ernstfall können Einsatzkräfte den QR-Code mit einem Smartphone oder Tablet-PC abscannen und gelangen so schnell und zuverlässig zur passenden Rettungskarte, die eine Rettung erleichtert.[1]

Der von Mercedes-Benz als präventive Maßnahme für Rettungskräfte entwickelte Rettungsleitfaden rundet die ganzheitliche Sicherheitsphilosophie ab. Er ist im Internet weltweit und mehrsprachig abrufbar.

Nach einem Unfall zählt jede Sekunde bei der Rettung der Insassen. Daher hat Daimler mit einer kleinen, aber effektiven Innovation eine Möglichkeit gefunden, Rettungskräften am Unfallort schnell fahrzeugspezifische Konstruktionsdetails zur Verfügung zu stellen. Die QR-Code-Aufkleber werden im Tankdeckel und an der gegenüberliegenden B-Säule in den Fahrzeugen angebracht. Sie lassen sich einfach nachrüsten und werden bei allen Neufahrzeugen serienmäßig angebracht. Im Ernstfall scannen Einsatzkräfte den QR-Code mit einem Smartphone oder Tablet ab und gelangen so schnell und zuverlässig zur passenden Rettungskarte, die eine Rettung erleichtert.[1]

[1] Voraussetzung: bestehende Internetverbindung.